Gaming mit Herzblut

Die verrücktesten Gaming-Stühle

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Gaming hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Reise hingelegt. Denkbar simpel fing es in den 70ern mit Ataris erster Konsole und dem Spiel „Pong“ an. Hier steuerten zwei Spieler je einen Balken hoch und runter, um den Pixel-Ball auf die andere Seite zurückzuschlagen. Über die Jahre wurden die Games für Konsolen und Computer immer komplexer, was Darstellung und Gameplay angeht.

Die 1990er läuteten dann einen rasanten Fortschritt der technischen Entwicklung ein, bei dem Spielgeräte leistungsstärker wurden und grafische Feinheiten wie 3D, Licht- und Schatteneffekte und höhere Auflösungen das Geschehen bestimmten. Von 2000 bis 2010 wurden mit Xbox und Playstation die zwei Big Player im Konsolen Bereich zum Standard, auf denen auch das Online-Gaming immer größeren Anklang fand. Die Bandbreite der Games und Genres wuchs ins schier Unendliche und das Zocken an Konsole und PC wurde zu einem der beliebtesten Hobbies unserer Zeit.

Auch im letzten Jahrzehnt ging der Erfolg des virtuellen Spaßes unaufhaltsam weiter, änderte sich dabei aber stetig. Heute liegt der Fokus der Gaming-Industrie auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets, die alle Altersgruppen begeistern. Dabei sind es neben aufwendigen Spielen wie „Call of Duty“ oder „Fortnite“ auch kleine, kurzweilige Games für zwischendurch, wie „Candy Crush“, Sudoku oder eine schnelle Partie Roulette in einem Casino ohne Anmeldung. Vermehrte und einfachere Optionen zur Entwicklung von Spielen sorgten für ein noch größeres Angebot, speziell bei Indie-Games. Technische Meilensteine wie Virtual und Augmented Reality gewannen auch bei Videospielen an Bedeutung und der gesamte Markt profitierte von nie dagewesener Vielfalt. Mittlerweile hat sich das Zocken vom reinen Zeitvertreib zu einer gigantischen Industrie gemausert, bei dem eSport einen bedeutenden Stellenwert hat. Profis verdienen hier mitunter Millionen von Dollar und die Spektakel bei Finals großer Turniere füllen Stadien aus.

Von den einfachen Anfängen ist also kaum noch etwas übrig und Grenzen bezüglich des Ausmaßes der Gaming-Branche scheint es kaum zu geben. Entsprechend weiterentwickelt hat sich auch das Equipment rund um den Spaß an Konsole und PC. Ob Controller, Tastatur, Maus, Headset, Bildschirm oder sogar eine Gaming-Brille – es ist alles zu finden, was das Zockerherz zu begehren meint. So natürlich auch das wohl simpelste Utensil zum Spielen, einen passenden Stuhl. Während die Auswahl unendlich ist, gibt es einige Beispiele von Sitzmöglichkeiten, die an futuristische Möbelstücke aus einem Stanley Kubrick Film erinnern und bei deren Preis man eher einen gebrauchten Kleinwagen vermuten könnte. Die verrücktesten Gaming-Stühle mit allerlei Ausstattung haben wir uns deshalb genauer angeschaut.

Acer Predator Thronos Air

Den Anfang macht der „Thron“ aus dem Hause Acer, den das taiwanische Unternehmen bereits 2019 vorstellte. Das große Setup besteht aus einem Metallrahmen, der Tisch, Stuhl und Bildschirmhalterung vereint. Dabei ist es noch immer flexibel, sodass die Station bei Bedarf um 130° geneigt werden kann, wodurch der Nutzer nach oben schaut, während die Beine entspannt liegen. Bei diesem Stuhl wird der Fokus auf Komfort gelegt. Neben der ergonomischen Form, bietet der „Predator Thronos Air“ außerdem eine Massagefunktion, die zum Relaxen zwischen oder nach dem Spielen einlädt. Auch um den Monitorplatz müssen sich keine Gedanken gemacht werden. Der stabile Arm bietet ausreichend Raum für bis zu drei Bildschirme à 27 Zoll oder einen entsprechend großen Ultrawide-Monitor. Natürlich findet sich aus ausreichend Fläche für alle benötigten Geräte sowie schicke LED-Beleuchtung, die das Flair des Gaming-Stuhls abrundet. Bei der Vorstellung des Produkts rief Acer rund 18000 Euro als Kaufpreis auf, mittlerweile liegt der Preis immer noch bei stolzen 10 000 Euro.

Emperor XT Gaming Chair

Auch bei dem Emperor XT von MWE Lab handelt es sich um High-End-Equipment für alle PC-Fanatiker. Mit integriertem Audiosystem und LED-Beleuchtung, verspricht dieser Stuhl neben maximalem Komfort auch ein neues Level an Immersion, das für ungestörtes und hochkonzentriertes Gamen und Arbeiten sorgen soll. Wieder bietet ein Rahmen aus Metall Platz für bis zu drei Bildschirme und zusätzlich jede Menge Optionen der Ausrichtung, sodass jeder Nutzer die passende, bequeme Position finden kann. Dabei können Sitz und Fußablage elektronisch angepasst werden und auch die Tastatur- und Monitorhalterung sind ganz auf jegliche Bedürfnisse ausrichtbar. Die Neigung ist hier nicht so extrem flexibel wie die des Vorgängers von Acer, wodurch sich rund 15° für die gesamte Station ergeben, während der Sitz um bis zu 35° gekippt werden kann. Preislich geht es beim Emperor XT bei rund 4500 Euro los, je nach Ausstattung kann allerdings noch einiges mehr bezahlt werden.

Imperator Works J20 Pro

Imperator Works ist für seine vielseitigen und speziellen Gaming Stühle bekannt. Der J20 Pro hat allerdings seine Besonderheiten. Angefangen beim Design, bei dem eine Nachbildung eines Gatling-Geschützes verbaut ist. Außerdem befinden sich unter dem Sitz Kettenräder, die ebenfalls nur zur Dekoration dienen, insgesamt aber dafür sorgen, dass das Setup an etwas aus einem Hollywood-Film erinnert. Ansonsten sind auch hier Rahmen und Sitze einstellbar, mit viel Platz für Ausrüstung und Equipment. Ein Bedienfeld bietet dabei angenehme Einstellungsmöglichkeiten für die ganze Station. Der enorme J20 kann soweit geneigt werden, dass das Arbeiten und Zocken außerdem im Liegen verrichtet werden kann und somit höchste Bequemlichkeit bietet. Etwas über 5000 Euro kostet der Spaß und für genügend Platz sollte im Vorhinein gesorgt werden.

Orrb Pod (Ovei)

Der Orrb Pod hebt sich von dieser Liste etwas ab, da er vollumfänglich geschlossen werden kann. Designer Lee McCormack möchte hier vor allem in Sachen Ästhetik ein Statement setzen und holte sich dafür die Hilfe des Unternehmens McLaren, das für Luxussportwagen und Formel-1-Autos bekannt ist. Im inneren des Pods wird der Nutzer mit Surround-Sound beschallt und kann außerdem Temperatur und Licht ganz nach seinen Vorstellungen anpassen. Die Sitzmöglichkeit besteht aus einem komfortablen Sessel aus feinstem Leder, der nach Belieben eingestellt werden kann. Anfangs trug das Projekt noch den Namen Ovei und konnte als Gaming- oder Arbeitssystem erworben werden. Heute ist die Box speziell für das Relaxen und Wohlbefinden im hektischen Arbeitsalltag gedacht. Der Fokus liegt hier voll und ganz auf dem Orrb als Designerstück, mit praktischem Nutzen. Der Preis beim Erscheinen auf dem Markt lag bei rund 8500 Euro, heute noch eines der luxuriösen Stücke zu finden, dürfte sich aber schwierig gestalten.

Es zeigt sich, dass selbst bei Stühlen im Gaming-Bereich der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Ob man eine solche Station wirklich braucht, ist sicherlich eine andere – und berechtigte – Frage. Sollte allerdings momentan nach einer High-End-Station zum Zocken wie in der Zukunft gesucht werden, ist man mit dieser Liste durchaus gut beraten.

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