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Playerunknown’s Battlegrounds: PUBG im Test

Mit Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG) landete Entwickler Bluehole dieses Jahr einen absoluten Spiele Hit. Obwohl PUBG sich noch im Early Access befindet und noch lange nicht ausgereift ist rockt das Game seit Monaten die Steam Charts. Mit deutlichem Abstand liegt der Survival-Shooter inzwischen in den Steam Charts vor Dota 2 – und das All-Time. Im Test von Playerunknown’s Battlegrounds zeigen wir euch, was den Shooter so beliebt macht.

Playerunknown’s Battlegrounds: Survival, Action und geniales Gameplay

Obwohl Playerunknown’s Battlegrounds sich noch im Early Access befindet ist das Spiel bereits ein bahnbrechender Online Shooter. Jedes Spiel beginnt dabei auf die gleiche Art und Weise. Wer jetzt glaubt, dass das schnell langweilig werden kann, der irrt. PUBG hat die bemerkenswerte Fähigkeit, dass sich jede Runde wie ein neues, frisches Abenteuer anfühlt. Als Spieler tendiert man dazu auch nach stundenlangem Zocken immer wieder neu zu starten. Playerunknown’s Battlegrounds schafft es das Battle Royale Death Match, das durch Spiele wie DayZ populär geworden ist, zu revolutionieren, indem es das Spielprinzip vereinfacht ohne die Essenz des Hardcore-Surival-Modus zu verschlechtern. Jede Partie ist ein actiongeladener Kampf ums Überleben, was eine atemberaubende Spielerfahrung schafft.

PUBG vergeudet keine Zeit und versetzt den Spieler direkt in Action. Zu Beginn des Spiels fliegen 100 Spieler gemeinsam über eine Insel. Jeder Spieler wählt dabei einen eigenen Zeitpunkt um mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug zu springen. Je nachdem wo man abspringt, kämpft man entweder in großen Städten gegen viele Spieler (erfahrungsgemäß springen hier die meisten Leute ab) oder macht sich an abgelegeneren Orten auf die Suche nach Loot und stürzt sich erst später in den Kampf.

Die Spannung beginnt bereits beim Sprung aus dem Flugzeug. Ihr startet komplett unbewaffnet und macht euch zunächst auf die Suche nach geeigneten Gegenständen, um euch für den Kampf zu wappnen. Dazu zählen natürlich Waffen und Rüstungen, aber auch Rucksäcke (um mehr tragen zu können) und Medi-Kits zur Heilung. Die Verteilung der Gegenstände erfolgt in jedem Spiel zufällig, so dass ihr euch nie sicher sein könnt, wo ihr welchen Gegenstand findet.

Playerunknown’s Battlegrounds: Das ist besonders gut gelungen!

Survival-Zone sorgt für dauerhafte Action

Damit mit zunehmender Spieldauer (und geringerer Spieleranzahl) die Action in PUBG dauerhaft aufrecht erhalten bleibt, hat Entwickler Bluestone eine Begrenzung des Spielfelds vorgesehen. Außerhalb des Spielfelds liegt die Todeszone, in der euer Charakter innerhalb kürzester Zeit automatisch stirbt. Das eigentliche Spielfeld wird dabei in regelmäßigen Abständen verkleinert, so dass ihr zuletzt nur noch auf einem sehr kleinen Areal spielen werdet. Zusätzlich sorgen regelmäßige Luftangriffe, die auf der Minimap rot markiert sind, für eine weitere Gefahrenquelle für den eigenen Charakter.

Die eigene Taktik ist entscheidend

Ein aggressiver Ansatz kann in PUBG ebenso überlebenswichtig sein wie eine durchdachte, vorsichtigere Verteidigung. Die Kombination aus beiden Spielstilen macht Playerunknown’s Battlegrounds so erfrischend. Ich kann selber entscheiden, ob ich mich direkt in die Schlacht stürze oder eher der zurückhaltende Spieler bin, der mit der Sniper auf dem Berg liegt und vorbeilaufende Spieler aus dem Hinterhalt erschießt.

Mit dem immer kleiner werdenden Spielfeld kommen Spieler aber nicht darum herum immer weiter in Richtung der anderen Spieler zu laufen. Man muss also ständig in Bewegung bleiben, um zu überlegen. Besonders praktikabel kann zum Beispiel der Aufenthalt entlang der Grenzen sein, um Nachzügler abzufangen, wenn sie ins Freie stürzen um den bevorstehenden Tod zu entgehen. Das kleiner werdende Spielfeld verdichtet die Action, so dass die Spiele in der Regel nach 20 – 30 Minuten beendet sind. Alleine durch Campen haben bisher die wenigsten gewonnen.

PUBG ist immer wieder individuell

Während die Regeln immer gleich sind, machen Faktoren wie der Ort, an dem der Spieler landet, welche Gegenstände wo spawnen oder wie schnell man an eine Waffe oder einen Rucksack gelangt, das Spiel immer wieder individuell und aufregend. Die große Karte und das umfangreiche Arsenal an Waffen und Rüstungen machen die Suche danach nicht zur frustrierenden Aufgabe, sondern sind für den Spieler eine Möglichkeit die Herangehensweise für die Runde auszuwählen. Die Spielersituation am eigenen Landeplatz, die wechselnde Todeszone und und verschiedene Lootpakete, die aus der Luft abgeworfen werden, individualisieren das Spiel weiter und sorgen für immer unterschiedliche Konfrontationen.

Sound und Atmosphäre erzeugen Spannung

Ob in einer wilden Schießerei in den Wäldern oder einer tödlichen Jagd in den Straßenschluchten der diversen Städte und Dörfer: Die Verwendung des Sounds, um Spannung zu erzeugen und den Spieler auf Feinde in der Nähe aufmerksam zu machen, ist eins der Features, mit der PUBG es schafft, dass der Spieler immer aufmerksam und taktisch bleiben muss, um zu überleben.

Mit längerer Spieldauer lernt man darüber hinaus weitere Kniffe des Spiels kennen. Bereits das leiseste Knarren und Quietschen kann auf einen Gegner in unmittelbarer Nähe hindeuten. Offene Türen oder ein ungewöhnlich dichter Haufen von verschiedenen Gegenständen kann bereits an Anzeichen dafür sein, dass man besser vorsichtig sein sollte.

Teamplay in Squads

Die gesamte Dynamik des Spiels und das taktische Vorgehen verändert sich nochmals, wenn man im Team zusammen spielt. Playerunknown’s Battlegrounds bietet neben dem Soloplay auch das Spiel in einem 2er- und einem 4er-Squad an. In der Lobby kann man sich mit Freunden zusammen finden. Das Zusammenspiel bietet dabei nochmals ganz andere taktische Möglichkeiten. Ein gut koordiniertes Team hat mehr Potenzial für spannende Hinterhalte und Fahrzeugangriffe. Und seien wir mal ehrlich: Das Spiel gemeinsam mit Freunden zu erleben macht doch gleich doppelt Spaß. Einziges Manko: Stirbt man in einem Team bereits relativ früh im Game, bleibt einem nichts anderes übrig als den Kollegen beim Zocken zu zu sehen. Das kann dann schon mal 20 bis 30 Minuten dauern. Es gibt eben keine Respawn.

Balance und Gameplay sind bereits beeindruckend

Das Gameplay und Handling der Waffen fühlt sich großartig an. Schusswaffen sind bereits beeindruckend ausgeglichen, obwohl wir uns noch im Early Access von PUBG befinden. Bewegung und Kampfsystem sind soweit vereinfacht, dass auch Neulinge schnell ins Spiel finden und einen befriedigenden Einstieg erhalten. Ein paar praktische Hotkeys, um die Waffen zu wechseln, die Perspektive zu ändern oder zwischen Auto- und Single-Fire zu switchen, reichen bereits aus, um in Player Unknown’s Battlegrounds einzusteigen.

Die einfache und intuitive Benutzeroberfläche macht das Plündern von Objekten und den Austausch von Gegenständen mit Teamgliedern besonders leicht. Auch die Möglichkeit in der Bewegung auf das Inventar und die Karte zu zu greifen macht die Bedienung besonders leicht.

Was in PUBG noch nicht gut läuft

Bugs und Performance

Playerunknown’s Battlegrounds befindet sich natürlich immer noch im Early Access. Es gibt daher auch einige Probleme, die mir beim Spielen aufgefallen sind. Beispielsweise gibt es nach wie vor Probleme beim Looten der Gegenstände, die sich teilweise nicht aufheben lassen. Außerdem kann es vorkommen, dass man z.B. in Türöffnungen steckenbleibt. Allerdings meist nur für kurze Zeit. Nervig aber kein gravierender Bug. Darüber hinaus können gerade in Peak-Zeiten Latenzprobleme in PUBG auftreten. Da ich eher mit den Mindestanforderungen für PUBG zocke, stürzt mein Spiel gelegentlich ab. Das ist besonders ärgerlich wenn man weit gekommen ist oder das letzte verbliebene Mitglied im eigenen Squad ist.

Langzeitspaß

Wie sich PUBG im Bereich „Langzeitspaß“ verhält bleibt noch abzuwarten. Die verschiedenen Möglichkeiten und die immer wieder wechselnden Gebiete auf der Karte machen das Spielerlebnis zwar durchaus immer wieder individuell. Gerade für Vielspieler kann aber selbst das irgendwann langweilig werden. Denn es gibt wirklich nur diese eine Map (auch wenn komplett andere Karten angekündigt sind). Auch Custom Server oder vielleicht sogar der Support von Mods können den Langzeitspaß hier nur erhöhen.

PUBG Systemanforderungen

Die Systemanforderungen in Playerunknown’s Battlegrounds sind für mich das wohl größte Manko, da man mit den Mindestanforderungen wirklich deutlich im Spielspaß eingeschränkt ist. Regelmäßige FPS Einbrüche und eine maximal durchschnittliche Grafik (auf der niedrigsten Stufe) verschlechtern das Spielerlebnis.

Die Mindestanforderungen für PUBG sind:

  • Windows 7, Windows 8.1, Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i3-4340 / AMD FX-6300
  • Arbeitsspeicher: 6GB RAM
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 660 2GB / AMD Radeon HD 7850 2GB
  • Festplattenspeicher: 30GB

Diese Anforderungen erreiche ich mit meinem PC noch so gerade. Ich zocke wohl inzwischen zu viel PS4. 😉 Wenn ihr PUBG flüssig spielen wollt, ist es daher sicherlich sinnvoll, wenn ihr euch einen leistungsstarken Rechner zulegt. Ansonsten können die FPS-Einbrüche schnell zum Ärgernis werden.

Playerunknown’s Battleground auf Steam

Playerunknown’s Battleground toppt seit einigen alle Charts auf Steam. Inzwischen hat PUBG Titel wie Dota 2, Counter-Strike: Global Offensive oder Fallout 4 deutlich überholt.

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Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG) mit deutlich Abstand in den Steam Charts

Im Oktober 2017 lag die Anzahl der gleichzeitig aktiven Spieler bei fast 2.400.000. Damit ist PUBG mit deutlichem Abstand das meist gespielte Game, das gleichzeitig von aktiven Spielern gezockt wurde. Dota 2 belegt mit nur ca. 50% der gleichzeitig aktiven Spieler Platz 2.

Playerunknown’s Battlegrounds Testergebnis

Playerunknown’s Battlegrounds bringt das Genre der Survival-Shooter auf das nächste Level. PUBG ist auch für Anfänger schnell zugänglich, bietet jede Menge Abwechslung und ist im Balancing und Gameplay bereits überraschend ausgereift. Einiges Manko sind die hohen Systemanforderungen und gelegentliche FPS-Einbrüche und Lags. Für 29,99€ im Early Access ist das Game allerdings jeden Cent wert und ein klarer Anwärter auf den Game of the Year Award.

Gut
  • Zoneneingrenzung sorgt ständig für Action
  • Verschiedene taktische Möglichkeiten
  • Beeindruckendes Gameplay
  • Ausbalanciertes Waffensystem
  • Spannende Atmosphäre und Sound
  • Soloplay, 2er und 4er Teams
Schlecht
  • Hohe Mindestanforderungen
  • Geringe Kartenauswahl
  • Performance Probleme
8.4
Toll
Gameplay - 10
Grafik - 8
Sound - 9
Story/Atmosphäre - 9
Umfang - 6
Geschrieben von

Michael, leidenschaftlicher Gamer und E-Sport Begeisteter. Auf gameyard.de schreibt er vor allem zu aktuellen PS4 und PC Titeln sowie diversen E-Sports Events. Wenn er gerade nicht am PC oder vor der Konsole hängt findet man ihn wahrscheinlich am Kickertisch.

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