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Pokémon GO war nur der Anfang – Die Zukunft von Augmented Reality

Der Pokémon GO Hype ist genauso schnell verschwunden, wie er gekommen ist. Noch vor wenigen Wochen starrte beinahe jeder in der Stadt auf sein Smartphone, Wahrzeichen waren überfüllt und Pokémon das beliebteste Gesprächsthema. Der Hype um Pokémon GO mag vorüber gegangen sein, doch das Game war nur der Anfang der Augmented Reality.

Pokémon GO ermittelte anhand des Global Positioning Systems und durch Mobilfunkortung die Standortdaten eines Spielers. Auf der Spielwelt, einer Landkarte, die auf den Daten von Google Maps basiert, positionierte das Spiel den Spieler und um ihn herum die Taschenmonster. Ausgangspunkt für die Funktionstüchtigkeit waren Sehenswürdigkeiten, Wahrzeichen und andere, auffällige Objekte der analogen Welt, die in die virtuelle Spielwelt übertragen wurden. Die Rede ist von Augmented Reality, der Verbindung von on- und offline-Welt.

Im Gegensatz zur Virtual Reality, die eine fiktive Umgebung für den Nutzer erschafft und durch reale Gegenstände nur ergänzt wird, basiert die Augmented Reality auf der realen Welt und reichert diese mit fiktiven Gegenständen an. In Pokémon GO waren das die Pokémon selbst. Die Idee für AR stammt aus den 60er Jahren. Damals wurde eine ordinäre Konstruktion aus Spiegeln und Glasscheiben entworfen, die die, für AR benötigten, virtuellen Bilder erzeugte. Von da an folgten ständige Weiterentwicklungen, die aus unserer Gesellschaft bereits jetzt unabdingbar sind. AR befindet sich beispielsweise in informationsangereicherten Pilotenhelmen in Flugzeugen und Militär, in GPS-Systemen und ersten Spielen.

Pokémon GO war also weder der Anfang, noch das Ende. Augmented Reality ist auf dem Vormarsch und kann unsere Leben in vielen Bereichen revolutionieren, wenn sie richtig eingesetzt wid. Denn die AR-Technik kann weitaus mehr, als Pokémon hervorbringen. Beispiele für geglückte AR-Umsetzungen gibt es bereits jetzt im PlayStore. Unter anderem zählt Zombies, Run! dazu. Das Game versetzt den Spieler über akustische Effekte in eine zombieapokalyptische Welt. Ein anderes Beispiel ist Plane Finder AR. Die App kann durch die Auswertung des Standpunktes und die Ausrichtung der Kamera die Informationen von vorbei fliegenden Flugzeugen herausfiltern. Ein ähnliches Prinzip hat Wikitude, was den Spieler Informationen über die aktuelle Umgebung liefert.

Doch wie kann es weiter gehen? Der Wert von Augmented Reality soll bis zum Jahr 2020 auf rund 120 Milliarden US-Doller ansteigen. Eine wichtige Rolle dabei werden Smartwatches, Datenbrillen und smarte Kontaktlinsen tragen. Informationen werden in Zukunft direkt in die analoge Welt eingeblendet. Verkaufspreise, Hintergrundinformationen, Wahrzeichen. Ein Lexikon im realen Leben, das durch Berührungen oder Fokussierungen auf offline-Gegenstände abgerufen werden kann. Gebäude und Fahrzeuge werden durch AR in unsere Welt eingeblendet werden können, ehe sie gebaut werden. Und noch weiter – sie werden bedient und durchlaufen werden können, um die kleinsten Fehler auszumerzen. Und wieso eigentlich nur Taschenmonster? Wie wäre es mit AR-Haustieren, AR-Kindern oder sogar ganzen AR-Familien? Die Möglichkeiten für AR sind grenzenlos.

Was erwartet ihr in der Zukunft noch von Augmented Reality? Ich würde mich freuen, wenn ihr meinen Gedankenansatz in den Kommentaren ebenfalls weiter spinnen würdet. Seid ihr ebenfalls der Meinung, dass Pokémon GO nur der Anfang war oder besiegelte das Spiel das Ende von AR? Ich persönlich glaube, wir sind noch lange nicht am Ziel angelangt.

Geschrieben von
Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Pixelfreundin Sarah ist mit dem Gaming aufgewachsen. Besonders gerne befasst sie sich heute mit RPGs, Adventure Games, Simulationen und Strategiespielen. Der Xbox One Controller und die PC-Maus sind dabei ihre stetigen Begleiter.

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