GAMEYARD » Reviews » The Walking Dead: The Game – Unsere Review

The Walking Dead: The Game – Unsere Review

Seit dem 14. Februar geht es mit der sechsten Staffel der Serie The Walking Dead weiter. Mich hat das Zombie Fieber schon längst wieder gepackt und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mir alltägliche Situationen während einer Zombieapokalyspe vorstelle. Umso mehr freue ich mich dementsprechend also auch schon auf Staffel 3. der Videospielreihe. Wird Zeit mal auf die ersten beiden Staffeln des Spiels zurückzublicken.

Tatsächlich habe ich das Spiel The Walking Dead gespielt, bevor ich mit der Fernsehserie begonnen habe. Das Spiel hatte ich mir zu dem Zeitpunkt auch nur angeschafft, weil die erste Staffel gerade kostenlos im Xbox Store verfügbar war. Dementsprechend ging ich mit keinerlei Erwartungen an die Sache ran und wusste absolut nicht, worauf ich mich mit dem Game einlasse. Ich hatte noch nie zuvor von Beißern, Walkern oder Rick Grimes gehört. Vorweg schon mal so viel: Heute bin ich riesiger Fan der Serie und der Spiele.

Inhalt von The Walking Dead: The Game

Das Spiel The Walking Dead ist ein Adventure im Episodenformat, das auf dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman basiert. Entwickelt wurde das Spiel von Telltale Games. Die erste Staffel des Spiels besteht, ebenso wie die zweite Staffel, aus fünf Episoden. Das Spiel spielt sich in der gleichen fiktionalen Welt wie das Comic und die Fernsehserie ab, verfolgt aber einen anderen Handlungsstrang mit eigenen Charakteren. Wir schlüpfen in die Rolle des ehemaligen Universitätsprofessors Lee Everett, der auf dem Weg ins Gefängnis ist, als die Zombieapokalyspe ausbricht. Nach einem Autounfall mit unserem Fahrer, der uns hinter Gitter bringen sollte, macht Lee sich auf den Weg um seine, bei dem Unfall entstandenen, Wunden zu versorgen und trifft dabei auf das junge Mädchen Clementine. Von dem Momentan an schwören wir uns sie zu beschützen, während wir versuchen, die Zombieapokalyspe zu überstehen. Dabei treffen wir nach und nach auf viele weitere Überlebende, denen wir uns anschließen.

Das Gameplay von The Walking Dead: The Game

Anders, als man es vielleicht von Point-and-Click-Adventures gewohnt ist, legt The Walking Dead seinen Schwerpunkt nicht auf das Lösen von Rätseln, sondern auf die Geschichte und die Charaktere. Der Spieler muss schwere Entscheidungen treffen, über Leben und Tod von seinen Mitmenschen entscheiden und seine Meinung vertreten. – Dementsprechend verändert sich auch die Haltung der anderen Charaktere gegenüber unseres Charakters

[…] und da gibt’s kein Gut und Böse und kein Richtig und Falsch, sondern mit welcher Entscheidung könnt ihr leben. Seid ihr am Ende der Geschichte ein guter Mensch oder ein Arschloch? – coldmirror

Genau das trifft den Kern des Spiels ziemlich gut. Was mir erst im Nachhinein bewusst wurde (da ich das Spiel spielte bevor ich die Serie kannte), ist, dass auch Charaktere aus der Serie in dem Spiel ihre Auftritte hatten. Darunter zum Beispiel die beiden Serienlieblinge Hershel oder Glenn. Die Grafik des Spiels ist … “ganz okay”. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben alle ihre individuelle Note. Die Linien sind hart und kritzelig und lassen die düstere Welt aus The Walking Dead immer nochmal ein wenig schmutziger wirken, was wiederum ungemein gut zu der gesamten Szenerie passt. Insgesamt bleibt sich das Spiel dem Comiclook des Werkes treu, auf dem das Spiel beruht.

Das Fazit zu dem Apokalypse Adventure

Mich persönlich hat das Spiel an den Bildschirm gefesselt. Ich habe alle Episoden der ersten Staffel an einem Abend am Stück durchgespielt, mit den Charakteren mitgefiebert und habe am Ende noch lange über das Spiel und meine Entscheidungen nachgedacht. Die Quick-Time Events sorgen dafür, dass man Entscheidungen im Affekt treffen muss – wie es im realen Leben ebenfalls der Fall wäre. Diese Tatsache hat mich in der Tat Menschlichkeit und Moral hinterfragen lassen. Direkt im Anschluss habe ich mir sofort auch die zweite Staffel gekauft, die ich ebenfalls am Stück durchspielte. An die gewöhnungsbedürfte Grafik gewöhnt man sich doch recht schnell. Auch Einsteiger, die bislang nichts mit den Comics oder der Serie am Hut hatten, können die Zusammenhänge von The Walking Dead verstehen.Ich finde das Spiel großartig in allen Punkten.

Obwohl ich solche Aussagen normalerweise nicht mache, würde ich auf jeden Fall sagen, dass The Walking Dead zu einem meiner Lieblingsspiele gehört. Das trotz sehr simplen bis gar nicht vorhandenem Gameplays. Die Story und die Charaktere sind RICHTIG gut. Selten hat mich ein Spiel so sehr berührt und so stark zum Nachdenken gebracht wie The Walking Dead. Was haltet ihr von dem Spiel?

Gut
  • Unglaublich gute Story
  • Liebenswürdige Charaktere
  • Schöner Soundtrack
  • Synchronisation
  • Gesprächsoptionen
  • Atmosphäre
Schlecht
  • Sehr lineare Story
  • Entscheidungen haben keinen dauerhaft merklichen Einfluss
  • Gewöhnungsbedürftiger Comic-Stil
  • Sehr simples/ kaum Gameplay
7
Gut
Geschrieben von
Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Pixelfreundin Sarah ist mit dem Gaming aufgewachsen. Besonders gerne befasst sie sich heute mit RPGs, Adventure Games, Simulationen und Strategiespielen. Der Xbox One Controller und die PC-Maus sind dabei ihre stetigen Begleiter.

Dein Feedback?

1 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Passwort vergessen

Bitte trage deinen Benutzernamen oder deine E-Mail Adresse ein. Du wirst einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail erhalten.