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Coole Features in The Witcher 3: Diese Gimmicks machen die Spielreihe auch heute noch interessant

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Fans von „The Witcher“ sitzen auf heißen Kohlen. Noch in diesem Jahr soll die heiß ersehnte zweite Staffel der Serie bei Netflix auf Sendung gehen. Aufgrund der schwierigen Drehbedingungen wurde der Release aber bislang immer wieder verschoben. Bis Geralt endlich wieder über die Fernsehbildschirme flimmert, müssen sich die Fans mit der nicht weniger beliebten Videospielreihe über Wasser halten, die die Vorlage zur Serie liefert.

2015 erfüllten die Entwickler von CD Project Red einen großen Wunsch ihrer Fans und brachten mit „The Witcher 3: Wild Hunt“ das lange ersehnte Sequel des Erfolgsspiels auf den Markt. Nach „The Witcher“ und „The Witcher 2: Assassins of Kings“ konnte der dritte Teil der Action-Rollenspiel-Reihe an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen. 2016 legten die Entwickler noch einmal nach und versorgten die Fans des Hexers Geralt von Riva mit neuem Futter. Die Erweiterung „The Witcher 3: Blood and Wine“ hat einige interessante Features im Gepäck, die für noch mehr Spielspaß sorgen. Diese Gimmicks sorgen dafür, dass das Spiel auch mehr als 10 Jahre nach Release noch Gamerherzen höherschlagen lässt.

Das Ingame-Kartenspiel Gwint: Auch in Geralt steckt ein Zocker

Geralt von Riva hat viele faszinierende Eigenschaften. Was Gamern aber immer wieder ein Schmunzeln entlockt, ist die Tatsache, dass in dem mächtigen Hexer ebenfalls eine Zockerseele steckt. In den ersten beiden Teilen der Erfolgsspielereihe verdiente sich Geralt gerne ein paar Extramünzen mit Würfelpoker. In „Wild Hunt“ hat er sich allerdings einer noch faszinierenderen Kartenspielvariante zugewandt: Gwint. Dieses Kartenspiel setzt viel stärker auf Strategie und hat als Sammelkartenspiel auch etwas fürs Auge zu bieten. Für Spieler haben die Entwickler mit Gwint ein kleines Ingame-Spiel herausgebracht, das selbstverständlich auch im Real Life erhältlich ist.

Gerald von Riva und Triss MerigoldGwint ist weniger ein reines Glücksspiel als vielmehr eine Variante, bei der es auf ein gut ausgestattetes Kartendeck und den strategischen Einsatz der einzelnen Komponenten ankommt. In Geralts Welt haben die Zwerge das Sammelkartenspiel entwickelt. Inhaltlich stellt es die Schlacht zweier mächtiger Heere dar. Jedes Kartendeck enthält spezielle Sondereinheiten, deren geschickter Einsatz zum richtigen Zeitpunkt der Schlacht über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Die passende Strategie hängt ganz davon ab, wie das jeweilige Deck aufgebaut ist. Jeder Deck-Typ hat seinen passenden Anführer, Spezialeinheiten und Helden mit besonderen Fähigkeiten. Welche Strategie zum Sieg führt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Insbesondere natürlich vom richtigen Timing für den Einsatz von Sonderkarten, vorausschauendes Handeln und die Aktionen des Gegners. Wer sein Händchen für Kartenspiele nebenbei ein bisschen trainieren möchte, kann das zum Beispiel über einen Besuch im Online Casino tun. Auch wenn die Slotgames im virtuellen Spieltempel meist die Nase vorn haben, kommt das beste Online Casino nicht ohne Kartentische aus. Neben den klassischen Kartenspielen Blackjack und Poker haben viele Spieleentwickler auch variantenreichere Kartenspiele im Repertoire, die teilweise an die Spielmechaniken von Gwint erinnern. Hier können einige der vorgestellten Strategien ausprobiert werden.

In „Blood and Wine“ gibt es ebenfalls reichlich Gelegenheit, um seine Fähigkeiten bei einer Partie Gwint zu testen. Spieler können Händler, Gastwirte oder verschiedene Handwerker in ihren Werkstätten zu einem Spielchen motivieren. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte unbedingt den Quests folgen, die Geralt zu den besten Gwint-Spielern der Umgebung führen. Hier werden die Partien besonders knifflig, allerdings sind die Gewinne auch entsprechend reizvoll. Gewinnt Geralt im Game gegen einen mächtigen Gwint-Gegner, winken hochkarätige Sonderkarten für sein eigenes Deck.

Mutagene ergänzen das Skillsystem

Ein Kritikpunkt, den Spieler in den ersten beiden Witcher-Versionen immer wieder ins Gespräch brachten, war das Skillsystem. 12 Fähigkeiten können ausgerüstet und gesteigert werden, allerdings ist damit das Ende der Fahnenstange schnell erreicht. Spätestens ab Level 30 entwickelt sich Geralt nicht mehr nennenswert weiter.

In „Blood and Wine“ haben die Entwickler ein neues System eingeführt. Mutagene ergänzen das bisherige Skillsystem. Dem Spieler stehen nun drei Zweige zur Verfügung: Kampf, Alchemie und Zeichen. Über diese Zweige ist eine feinere Spezialisierung in verschiedenen Kampfstilen möglich. Verknüpft mit dem neuen Entwicklungssystem gibt es auch vier zusätzliche Slots, über die Geralt mit neuen Fähigkeiten ausgerüstet werden kann.

Points of Interest sind dynamisch geworden

Points of Interest sind über ganz Toussaint verstreut. Diese Orte, an denen sich Monsternester, Banditenlager, Schätze und andere interessante Anlaufstellen verbergen, wurden für „Blood and Wine“ dynamisch gestalten. Das bedeutet, dass Geralts Wirken am jeweiligen Point of Interest das weitere Spielgeschehen maßgeblich beeinflusst.

Konnte er ein Monsternest vernichten, kehren möglicherweise andere Rassen in die Umgebung zurück. Wird ein Banditenanführer besiegt, ist nicht nur das Lager unschädlich gemacht, sondern auch verbündete Lager in der Umgebung ziehen es möglicherweise vor, sich einen neuen Unterschlupf zu suchen.

Durch die dynamischen Points of Interest wird das Spiel noch individueller und die Welt reagiert interaktiv auf die Handlungen und Entscheidungen des Spielers.

Rüstungen einfärben: Mehr als nur ein kosmetisches Gimmick

Für Spieler, die viel Wert auf Flair legen, ist die Individualisierung der Spielumgebung und der Charaktere ein wichtiges Gimmick. Für „Blood and Wine“ haben die Entwickler Geralt eine neue stylische Rüstung erschaffen. Als zusätzliche Rollenspielkomponente können Spieler die neue Rüstung in verschiedenen Farben einfärben. So bekommt der Hexer einen noch individuelleren Touch.

Die neue Farboption macht aber nicht nur optisch etwas her, sie macht auch die Alchemie als Handwerksskill wieder interessanter. Die Farben für die Umgestaltung der Rüstung können Spieler mit der entsprechenden Handwerksstufe und den Pflanzen, die in der freien Welt zu finden sind, selbst herstellen. Das begehrte Gimmick ist zwar auch bei Händlern zu bekommen, allerdings muss Geralt dafür tief in den Goldbeutel greifen. Als Beute sind die Rüstungsfarben sehr seltene Zufallsdrops und selbst für fleißige Abenteurer schwer zu bekommen.

Die Entwickler führen Housing ein

Housing erschafft in den beliebtesten MMORPGs eine zusätzliche Spielebene. Auch in „The Witcher“ gibt es inzwischen ein rudimentäres Housing-Element. Zu Beginn von „Blood and Wine“ verehrt Herzogin Anna Henrietta Geralt in der Hauptstory ein Weingut in Toussaint. Das Anwesen lässt sich über Ingame-Währung über mehrere Stufen ausbauen und um einige Elemente erweitern, wie zum Beispiel eine Werkstatt und einen Kräutergarten. Besonders interessant ist das Haupthaus des Anwesens. Dort können besondere Questbelohnungen, wie Rüstungsteile oder Waffen, auf vorinstallierten Halterungen ausgestellt werden. Das macht auch optisch etwas her.

Ebenfalls im Haupthaus steht das Bett, das nicht nur eine kosmetische Funktion hat. Legt sich Geralt hier zum Schlafen nieder, profitiert er von verschiedenen Boni, wie zum Beispiel einer verbesserten Regeneration.

Gerald von Riva und Triss Merigold in Hearts of StoneEaster Eggs und Querverweise: An diesen Stellen wird es kultig

Natürlich kommt ein Kultspiel wie The Witcher nicht ohne Easter Eggs und Querverweise zu anderen Spielen oder Filmen aus.

Eine Hommage an das ebenso beliebte MMORPG „The Elder Scrolls: Skyrim“ findet sich auf einer der Sammelkarten aus Gwint. Dort steht als Zitat des Schützen der Schwarzen Infanterie: „Ich ziele aufs Knie. Immer.“ Dieser Ausspruch ist bei den Wachtposten des Bethesda-Universums schon sprichwörtlich geworden.

Aber auch sich selbst haben die Entwickler von „Blood and Wine“ im Spiel verewigt. In Novigrad befinden sich auf den Dächern zahlreiche Wetterhähne, die stark an das Logo von CD Project RED erinnern.

In der Festung Kaer Almhult im Westen von Skellige trifft Geralt in einer Zelle auf einen Zwerg, der beeindruckende Ähnlichkeit mit Tyrion Lannister aus „Game of Thrones“ hat. Leider kann der Hexer den Zwerg nicht mehr befreien. Er ist bereits tot.

Ebenfalls auf Skellige trifft Geralt auf einen berühmt-berüchtigten Kopfgeldjäger, der sich ihm als Djenge Frett vorstellt, eindeutig ein Querverweis auf den berühmten Jango Fett aus dem Star Wars Universum.

Eine Hommage an Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“ haben die Entwickler auf Geralts abenteuerlichen Reisen implementiert. Mitten im Wald trifft Geralt nämlich auf ein weißes Kaninchen, das mit Unschuldsmiene vor seiner Höhle sitzt. Etwas irritierend sind allerdings die Unmengen an Blut, Gedärmen und anderen menschlichen Überresten, von denen das flauschige Tier umringt ist. Hat Geralt hier etwa das weiße Killerkaninchen Monty Pythons getroffen?

Auch Anspielungen auf berühmte Märchen und Erzählungen finden sich in „The Witcher“. So wirft man den ohnehin schon etwas verrufenen Zwergen vor, Schneewittchens schneeweiße Jungfräulichkeit auf dem Gewissen zu haben. Die kurzbeinigen Gesellen sind sich allerdings keiner Schuld bewusst. In der Quest „Ein leerer Stall“ trifft der Hexer auf eine Gruppe alleinlebender Kinder, deren Anführer Peter ihm erklärt, es sei ihr Ziel, für immer allein zu leben und niemals erwachsen zu werden. Peter Pan lässt grüßen.

Sogar Fans der Schnulzen-Vampirsage „Twilight“ kommen in „Wild Hunt“ auf ihre Kosten. In der Quest „Ein alter Freund“ findet Geralt ein Buch mit dem Titel „Moribundia: Das letzte Ebenbild des Vampirs“ in einer Buchhandlung in Novigrad. Dort findet der entsetzte Abenteurer eine romantische Liebesszene zwischen Schmacht-Vampir Edward und seiner angebeteten Isabella. Nichts für schwache Nerven.

Doch zu abgefahren: Diese Features haben es nicht ins Spiel geschafft

Wenn ein neues Spiel entwickelt wird, sprudeln die Ideen für interessante Features manchmal nur so aus den Entwicklern heraus. Vieles von dem, was am Anfang spannend klingt, wird letztendlich aber doch wieder verworfen. Diese Features haben es nicht in „Wild Hunt“ und „Blood and Wine“ geschafft.

Eine interessante Idee waren Kämpfe in Zeitlupe, die garantiert für Spannung gesorgt hätten. Letztendlich entschieden sich die Entwickler aber ebenso dagegen wie gegen Geralts Röntgenblick, mit dem er im Zeitlupe-Modus gezielt einzelne Organe seiner Gegner ins Visier nehmen sollte.

Geografisch wurden einige Ideen ebenfalls nicht umgesetzt. So waren zum Beispiel zusätzliche Inseln für Skellige angedacht. Außerdem sollte Novigrad ein eigenes Areal werden.

Viel Mühe wurde auch auf Oberbösewicht Eredin verwendet. Einige der liebevoll ausgedachten Hintergründe für seine Charakterstory haben die Entwickler letztendlich aber über Bord geworfen.

Eine Vielzahl weiterer Ideen haben es nicht in die finale Spielvariante geschafft. Trotzdem bleibt „The Witcher“ mit seinen Spielversionen und Erweiterungen auch mehr als 10 Jahre nach Release noch ein spannendes Action-Adventure mit ansprechenden Rollenspielelementen und versüßt einer großen Fangemeinde gerade jetzt die Wartezeit auf die heiß ersehnte zweite Staffel der Fernsehserie.

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