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Pixelabenteuer Stardew Valley im Test – Unser Review

Ein kleines Indie Game mit dem Titel Stardew Valley hat es geschafft. Zwei Jahre lang habe ich auf dieses Spiel gewartet – und anscheinend war ich da nicht die einzige. Am 26. Februar war es dann endlich so weit. Das Spiel stellte sogar Triple A Titel wie Far Cry Primal, Rise of the Tomb Raider oder The Division in den Steam Charts in den Schatten. Was es mit dem Spiel auf sicht hat erfahrt ihr jetzt.

Bei Stardew Valley handelt es sich um ein Country-Life RPG des Ein-Mann-Teams Eric Barone bzw. „ConcernedApe“. Bislang gibt es das Spiel nur für den PC, unterstützt aber den Xbox One und Xbox 360 Controller. Später soll dem bisherigen Singleplayer Modus noch ein 4 Personen Co-Op Modus folgen. Das Spiel ist über Steam für rund 14 Euro erhältlich. Ich habe zugeschlagen und das Spiel einem ausgiebigen Test unterzogen.

Inhalt und Handlung von Stardew Valley

Die Geschichte beginnt am Bett unseres im Sterben liegenden Großvaters, der uns einen Brief aushändigt, den wir erst dann öffnen sollen, wenn die Zeit gekommen ist. Die Jahre verstreichen, während wir im Büro für eine riesige Firma namens Joja arbeiten, die, wie wir später erfahren, auch eine Supermarktkette leitet. Der Büroalltag wird uns zu Trist und wir beschließen den Brief unseres Großvaters zu öffnen, der uns darin eine Farm Nahe Pelican Town vermacht. Wir beschließen unser altes Leben aufzugeben und dorthin zu reisen. Als wir jedoch ankommen finden wir nichts weiter als eine verwüstete alte Barakke wieder. Es gilt den Hof wieder aufzubauen.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Doch die Farm ist nicht das einzige, womit wir in Stardew Valley zu tun bekommen. In Stardew Valley gilt es die Bewohner von sich zu überzeugen, Freundschaften zu knüpfen, eventuell sogar die große Liebe zu finden und Kinder zu bekommen. Wir bekommen regelmäßig Quests, die wir für die Bewohner erledigen müssen. Im Gegenzug erhalten wir Belohnungen. Im Laufe des Spiels bekommen wir außerdem die Möglichkeit eine gigantische Minie mit verschiedenen Witterungen und Monstern zu erkunden, wo wir dann wiederum Materialien zum Ausbauen unserer Farm finden können. Doch auch ansonsten scheint nicht alles in der Stadt mit rechten Dingen zu zugehen.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Wir lernen einen mysteriösen Zauberer kennen, der in einem Turm im Wald lebt. Er gibt uns die Aufgabe das alte, zerfallene Gemeinschaftszentrum wieder aufzubauen. Denn dort leben magische Kreaturen, die sich nur „dem, mit dem Walde“ offenbaren. Wir müssen verschiedene Gegenstände sammeln. Immer im Nacken den großen Joja Supermarkt in der Stadt, der nicht nur den lokalen Supermarkt in die Pleite treiben möchte, sondern auch das Gemeinschaftszentrum für ein Lagerhaus platt machen will.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Stardew Valley – Alle Features

Stardew Valley ist ein unfassbar umfangreiches, liebevoll gestaltetes Spiel, dass nicht nur eine wunderbare Umgebung beinhaltet, sondern auch sehr viele Aufgaben und Minispiele für den Spieler parat hat. Da wäre zum einen das Angelspiel, dass man jedes Mal absolvieren muss, wenn man einen Fisch fangen möchte und das sich als gar nicht so einfach heraus stellt. Zum anderen gibt es während den kleinen Dorf-Festivals immer mal wieder kleinere Minispiele, mit denen man sich Münzen erspielen kann, die man dann wiederum während der Festivals gegen Preise eintauschen kann. Diese Preise sind zum Beispiel besondere Vogelscheuchen, die man für die eigene Farm gebrauchen kann.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Im Laufe des Spiels wächst und gedeiht die eigene Farm. Man verdient immer mehr Geld, dass man dann wiederrum für noch mehr Farmutensilien ausgeben kann. Es gibt diverse unterschiedliche Pflanzen und Blumen die man anbauen kann und die es wiederrum in verschiedenen Qualitätsstufen gibt. Zusätzlich dazu lassen sich Bäume fällen, Steine zerschlagen oder Fische angeln. Es ist einem möglich Ställe bauen zu lassen, worin man dann wiederrum Hühner, Enten, Schafe, Ziegen, Kühe oder sogar Schweine halten kann, die einem unterschiedliche Farmprodukte abwerfen und für mehr Geld in der Kasse sorgen.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Ist Stardew Valley ein Harvest Moon Klon?

All diese Spielelemente erinnern ganz stark an eine sehr beliebte Reihe die mittlerweile dutzende Titel zählt: Harvest Moon. Harvest Moon erschien erstmalig 1996 für das Super Nintendo Entertainment System und stammt von den Entwicklern Marvolous Entertainment. Die einzelnen Titel erschienen bislang für den Game Boy, den Game Boy Color, den Game Boy Advance, das Nintendo 64, den GameCube, den Nintendo DS, Nintendo 3DS, die Nintendo Wii, die PlayStation, PlayStation 2, die PlayStation Portable, Blackberry und für iOS. Puh. Insgesamt verkaufte die Serie sich alleine in Europa mehr als eine Million Mal. Gigantisches Vorbild, dass Stardew Valley hatte – und ein Vorbild war es auf jeden Fall. An beinahe allen Stellen schnappt sich Stardew Valley die bereits bewährten Features aus der Harvest Moon Reihe und setzt sie dabei erstaunlicher Weise oftmals besser um, als es Harvest Moon geschafft hat. Andererseits erfindet das Spiel das Rad auch nie wirklich neu.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Das Spiel ist eine Mischung aus Harvest Moon und Rune Factory (Harvest Moon mit Kämpfen). Dieser Tatsache ist sich das Game jedoch durchaus bewusst und versucht diese Tatsache an keiner Stelle zu vertuschen. In Wahrheit macht es das Spiel sogar besser als sein Vorbild. Dadurch, dass Stardew Valley für den PC erschien, hat es sämtlichen Harvest Moon Teilen, trotz der diversen unterschiedlichen Plattformen, einiges voraus.

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© Erich Barone, Sickhead Games – Chucklefish Ltd. – Stardew Valley

Das Fazit zu Stardew Valley

Ich persönlich bin riesiger Harvest Moon Fan. Die Reihe gehörte mit zu den ersten Spielen, die ich jemals gespielt habe und schon damals hat mich regelrecht das Suchtfieber gepackt. Mein Lieblingsteil der Reihe wird wohl für immer Harvest Moon: Friends of Mineral Town bleiben. Und ich kann mit großer Freude verkünden, dass Stardew Valley da wieder ganz nah dran kommt. Das Spiel übernimmt nicht nur die besten Elemente aus allen HM-Titeln die jemals erschienen sind, sondern verbessert sie durch einige und hat, anders als die Entwickler, auch die Community gehört und was sie sich wünscht: Endlich hilft der (in den Harvest Moon Spielen nur nutzlose) Partner auch mal auf der Farm! Es gibt Schweine! Freundschaften sind endlich mal nützlich! All diese Kleinigkeiten die man sich sonst immer gewünscht hat, finden hier endlich zusammen.

Das Topping ist natürlich die wunderschöne Pixelgrafik, die Animationen, die Charaktere und auch die unglaublich entspannende, schöne Musik, die sich den Jahreszeiten und Szenerien anpasst und allem eine wunderbare Stimmung verleiht. Ich persönlich LIEBE dieses Spiel jetzt schon und werde noch viele viele Stunden damit verbringen. Ganz klare Kaufempfehlung für alle, die schon Harvest Moon viel abgewinnen konnten.

Gut
  • Liebevoll gestaltete Grafik
  • Sehr schöner, entspannender Soundtrack
  • Ausgeklügeltes Farm-System
  • Diverse unterschiedliche Quests
  • Interessante Charaktere
  • Gut verständliches Gameplay
  • Tolle Nebenfeatures
  • Lustige und abwechslungsreiche Festivals
Schlecht
  • Nur westlich angehauchte Charaktere
10
Perfekt
Geschrieben von
Vollzeitgeek, Motion Picture-Enthusiastin und Pixelfreundin Sarah ist mit dem Gaming aufgewachsen. Besonders gerne befasst sie sich heute mit RPGs, Adventure Games, Simulationen und Strategiespielen. Der Xbox One Controller und die PC-Maus sind dabei ihre stetigen Begleiter.

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