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Online-Spielen im Wandel – Was ändert sich durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag?

Oft, aber nicht immer, ist ein Besuch im Casino auch mit einer Runde Roulette verbunden!
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Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags ist er in aller Munde. Behörden zur Folge dient er der Prävention einer Spielsucht, Spieler und Casinobetreiber sehen das ganz anders. Hier ist von Schikane die Rede, von grobem Unfug und von Regeln, die keinen speziellen Mehrwert haben. Doch was ändert sich denn nun eigentlich und von welchen Änderungen sind vor allem Spieler betroffen? Hier kommen die krassesten Neuerungen, die durch den GlüStV auf Spieler zukommen.

Was im Casino nun alles anders wird

Im Online-Casino spielen ist für viele Menschen ein entspannendes Hobby, dem sie nur zu gern frönen. Auch lokale Spielotheken werden nach Feierabend gern für die ein oder andere, spannende Runde genutzt. Doch mit Inkrafttreten des neuen GlüStV ändert sich nicht nur für die Betreiber so einiges. Auch auf Spieler kommen Neuerungen zu, die so manchen Casino-Abend verändern können. Wer diesen Blog-Beitrag liest, erkennt, wie gravierend die Änderungen sind! Es geht um weit mehr als nur die Abschaffung von Jackpot-Slots, die laut Behörden zu einer höheren Suchtgefahr im Bereich des Glücksspiels führen. Auch Werbemaßnahmen, Tischspiele und vieles mehr sind betroffen.

Am Slot nur noch im 5-Sekunden-Takt

Eine der lästigsten Regelungen für viele Spieler ist, dass am Slot nun nicht mehr im Schnell-Modus gespielt werden kann. Auch die beliebte Auto-Play-Funktion wird außer Kraft gesetzt. Stattdessen sind Casino-Betreiber gezwungen, jede Runde mindestens 5 Sekunden lang laufen zu lassen. Das klingt im ersten Moment nicht viel, wird in der Praxis aber sehr schnell lästig. Um nicht vor lauter Langeweile einzuschlafen, können vielleicht nette Hörspiele Abhilfe schaffen.

Denn fünf Sekunden für eine Runde bedeutet, dass nicht mal schnell per Klick die Walzen zum Stehen gebracht werden können. Stattdessen ist es eine quälend langsame Zeit, bis endlich alle drei oder fünf Rollen stehen und der Gewinn angezeigt wird. Wer nur eine begrenzte Zeit zum Spielen hat, beispielsweise in der Mittagspause, wird den gravierenden Unterschied schnell merken.

Einschränkungen bei der Einzahlung

Bislang gab es keine Begrenzung für Spieler, die Einzahlungen im Online-Casino getätigt haben. Die einzige Regel bestand darin, dass der Mindestbetrag bei 10,00 Euro lag. Das Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags sorgt aber auch hier für Änderungen. Ab sofort dürfen Spieler pro Monat maximal 1.000 Euro einzahlen. Diese Regel gilt nicht nur für ein einzelnes Casino, sondern übergreifend auf alle in Deutschland lizenzierten Casinos.

Eine Überwachungssoftware soll also festhalten, ob in anderen Casinos bereits Einzahlungen getätigt wurden. Eine Sonderregelung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Highroller haben somit beispielsweise die Möglichkeit, ihr Einkommen und das Vorhandensein von genug Budget nachzuweisen und dann eine höhere Einzahlungsgrenzen festlegen zu lassen.

Hier stellt sich allerdings die Frage, ob Casinobetreiber dieses Angebot überhaupt an ihre Spieler machen. Denn sie stehen, wie bei allen Neuerungen, in der Verantwortung. Werden falsche Einkommensnachweise geliefert und dem Spieler daher fälschlicherweise eine Sondergenehmigung erteilt, haftet das Casino dafür. Daher ist davon auszugehen, dass die Begrenzung auf 1.000 Euro pro Monat für alle Spieler gelten wird.

Live-Dealer nicht mehr erlaubt

Roulette und Blackjack gehören zu den beliebtesten Onlinespielen, die im Casino möglich sind. Allerdings darf die Variante mit Livedealern ab sofort nicht mehr angeboten werden. Hierbei handelte es sich um die Möglichkeit, per virtueller Übertragung direkt mit einem echten Dealer zu spielen, ein Vergnügen, was viele Spieler angelockt hat.

Roulette und Blackjack bleiben zwar erlaubt, müssen aber rein mechanisch angeboten werden. Chats mit anderen Spielern, Gespräche mit dem Dealer und ein stärkeres Casino-Feeling auf dem heimischen Sofa gehören daher zur Vergangenheit.

Die Einführung der bundesweiten Sperrdatei

Ein gravierender Einschnitt ins Spielerlebnis der Deutschen stellt sich auch durch die bundesweite Sperrdatei dar. Diese umfasst das gesamte Spielverhalten jedes einzelnen Spielers und macht es so möglich, in allen zugelassenen Casinos in Deutschland eine Sperre durchzusetzen. Ist ein Spieler, aufgrund von problematischem Spielverhalten, von einem bestimmten Casino ausgeschlossen worden, überträgt sich die Sperrung auf alle anderen, in Deutschland lizenzierten Casinos.

Durch diese Koppelung ist es auch möglich zu erkennen, wenn Spieler bei mehr als einem Casino gleichzeitig aktiv sind. Diese Aktivität wird unterbunden, es ist laut GlüStV nämlich nicht mehr erlaubt, parallel bei mehreren Anbietern zu zocken. Wer also gehofft hat, Casino A auf dem PC zu öffnen und bei Casino B auf dem Smartphone zu spielen, der wird bitter enttäuscht. Die Sperrdatei erkennt sofort, wenn ein Spieler sich gleichzeitig bei zwei Angeboten anmeldet.

Keine Live-Wetten mehr für Gambler

Sportwetten sind von den Regularien nicht ganz so stark betroffen, doch auch hier trifft es ausgerechnet die beliebtesten Bereiche. So sind Live-Wetten bei den Spielern sehr begehrt. Während einer laufenden Partie auf eine bestimmte Mannschaft zu setzen, kann stellenweise auch tatsächlich Sinn machen.

Das neue Regelwerk untersagt sowohl Livewetten als auch in Play-Wetten und verändert daher auch den Wettmarkt nachhaltig. Wer nun auf ein bestimmtes Spiel setzen möchte, muss sich vor Beginn der Partie entscheiden und seinen Tipp abgeben.

Maximalgrenzen am Slot

Eine weitere Neuerung betrifft die beliebten Slots. Bislang waren Einsätze zwischen 0,10 Euro und 10,00 Euro Gang und Gäbe. Hier gibt es fortan harte Einschränkungen. Wer eine Runde am Slot drehen möchte, darf maximal, nach Addierung aller Gewinnlinien, 1,00 Euro setzen. Die Automaten werden von vorneherein so programmiert, dass höhere Einsätze nicht mehr möglich sind.

Auch hier sind die Highroller wieder übermäßig betroffen, den kleinen Spieler von Nebenan interessiert diese Neuerung nicht. Die Sinnhaftigkeit dieser Regel wird von Experten sehr genau unter die Lupe genommen. Je nach persönlichem Einkommen kann ein Einsatz von 10,00 Euro für einen Spieler ebenso gering ins Gewichts fallen wie ein Einsatz von 1,00 Euro. Hier pauschale Regeln aufzustellen, halten selbst Glücksspielexperten für gewagt und falsch.

Fazit: Änderungen nicht nur für Betreiber von Casinos relevant, sondern auch für die Spieler selbst. In Haftung treten allerdings die Casinos. Werden die Regularien nicht umgesetzt, muss der betreffende Glücksspielanbieter damit rechnen, dass ihm die deutsche Lizenz wieder entzogen wird.

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